Aktion zum Weltschlaganfalltag 29. Oktober 2025
Schlaganfallexperten aus dem UKD beraten in einer Telefonaktion zum Weltschlaganfalltag.
Am „Weltschlaganfalltag“ am Mittwoch, 29. Oktober, informieren Spezialist:innen der Uniklinik Düsseldorf im Verbund mit anderen Partnern des neurovaskulären Netzwerkes NEVANO+ über den Schlaganfall. Interessierte können zwischen 15 und 17 Uhr unter der Telefonnummer 01732546214 ihre Fragen zum Schlaganfall loswerden.
Etwa alle zwei bis drei Minuten tritt in Deutschland ein Schlaganfall auf – insgesamt erleiden ihn mehr als 30.000 Menschen jedes Jahr in Deutschland. Je früher bei einem Schlaganfall der Rettungswagen gerufen und Betroffene richtig behandelt werden, desto höher sind die Überlebenschancen und desto geringer wird die Wahrscheinlichkeit von Folgeeinschränkungen. Dennoch bleibt der Schlaganfall hierzulande die dritthäufigste Todesursache und der Hauptverursacher von bleibenden Schäden des Gehirns. Um die Folgen so gering wie möglich zu halten, braucht es eine richtige Reaktion von Beteiligten, eine gute Vernetzung von Rettungsdienst und Krankenhäusern sowie auf Schlaganfälle spezialisierte Abteilungen und Teams in den Kliniken– wie die Stroke Unit am Universitätsklinikum Düsseldorf (UKD).
Um die Patientinnen und Patienten der Region mit einem Schlaganfall noch besser versorgen zu können, haben sich seit 2021 sieben Akutkliniken, fünf Geriatrische, vier Rehabilitationskliniken und zwei neurologische Arztpraxen – von Solingen über Düsseldorf bis nach Mönchengladbach – zum Neurovaskulären Netzwerk Nordrhein plus (NEVANO+) zusammengeschlossen. Am Weltschlaganfalltag, 29. Oktober 2025, informiert das Netzwerk gemeinsam über das Thema Schlaganfall und was rund um den Schlaganfall zu tun ist. Zwischen 15 Uhr und 17 Uhr kann man die Expertinnen und Experten ganz einfach über die oben genannte Telefonnummer erreichen und ganz unkompliziert seine Frage stellen.
Hintergrund Schlaganfall:
Auslöser des Schlaganfalls kann eine Hirnblutung, zum Beispiel durch ein geplatztes Aneurysma, oder ein Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel sein – wie man es zum Beispiel auch vom Herzinfarkt und der Lungenembolie kennt. Wird dann das Gehirn nicht mehr genug mit Blut und somit mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, drohen in der Folge die Zellen abzusterben. Je stärker die Durchblutung beeinträchtigt ist, desto weniger kann das betroffene Hirnareal seine Aufgabe erfüllen.
Die Symptome eines Schlaganfalls können plötzlich auftretende Probleme beim Sprechen, ein hängender Mundwinkel, Sehstörungen oder Lähmungen sein. Sollten diese Symptome auftreten, sollte sofort ein Krankenwagen über die 112 gerufen werden – ein Schlaganfall ist ein absoluter Notfall, der im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Bei der Versorgung von Schlaganfall-Betroffenen gilt die einfache Regel: „Zeit ist Hirn“.
Hierbei ist es wichtig, dass die Schlaganfall-Betroffenen so schnell wie möglich in spezialisierten Schlaganfalleinheiten (sogenannte Stroke-Units) behandelt werden, um die Ursache des Schlaganfalls zu beseitigen – zum Beispiel durch medikamentöse Auflösung des auslösenden Blutgerinnsels, dem Herausziehen des Blutgerinnsels über einen Katheter oder die Behandlung der Hirnblutung. Je schneller reagiert wird und je schneller den Betroffenen geholfen wird, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit von bleibenden Schäden.